Über uns

Das Forum 1.5 will eine Plattform für all diejenigen sein, die sich in der Region für eine klimagerechte Zukunft einsetzen wollen. 2015 hat die Staatengemeinschaft in Paris ein Abkommen verabschiedet, mit dem Ziel die Erwärmung der Erdatmosphäre auf 1,5 °C gegenüber dem langjährigen Mittelwert zu beschränken. Doch die bisher ergriffenen Maßnahmen reichen dafür bei weitem nicht aus. Wenn es nicht zu gewaltigen und unkalkulierbaren Veränderungen unsere Lebensumstände kommen soll, die Wissenschaftler*innen seit geraumer Zeit in Anbetracht des Klimawandels voraussagen, sind Entscheidungsträger*innen aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gefragt die nötigen Schritte anzustoßen. Dieser Aufgabe widmet sich das Forum 1.5 als Plattform für Vernetzung und Wissensaustausch in der Region.

Ziel des Forums 1.5 ist es, möglichst viele Akteure aus allen Bereichen der Gesellschaft zusammen zu bringen und gemeinsam über nötige und mögliche Beiträge zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen ins Gespräch zu kommen. Durch den Austausch soll ein Wissenstransfer zwischen Wissenschaft, Pionier*innen des gewünschten Wandels, Praxisakteur*innen und Entscheidungsträger*innen in Wirtschaft und Politik ermöglicht werden. Wissensdefizite sollen ausgeglichen und schließlich Handlungswissen als „sozial robustes Transformationswissen“ generiert werden. Das Forum 1.5 soll als Plattform dienen, um ein sogenanntes Reallabor anzustoßen, in dem verschiedene Handlungsmöglichkeiten erprobt und getestet werden. Langfristig sollen so funktionierende Handlungsweisen erprobt, neue Entwicklungspfade beschritten und Wissen generiert werden, dass auch für andere Regionen übertragbar gemacht werden.

Die Forum 1.5-Idee geht auf eine Initiative der Abteilung für Stadt- und Regionalentwicklung der Universität Bayreuth unter Leitung von Prof. Dr. Manfred Miosga zurück. Aufgrund des bestehenden Handlungsdrucks muss auch die Wissenschaft zu einer zukunftsfähigen Umgestaltung der Gesellschaft ihren Teil beitragen. Dabei muss davon ausgegangen werden, dass die für die Gestaltung der Transformationsprozesse notwendigen Wissensbestände in transdisziplinären Arrangements (sog. Reallabore) im Zusammenwirken zwischen Wissenschaft aus unterschiedlichen Disziplinen im engen Austausch mit Praxisakteuren erzeugt werden müssen. Für die systemischen Veränderungen wird Wissen über die Beschaffenheit und Funktionsmechanismen der Systeme ebenso benötigt wie eine Orientierung darüber was erreicht werden soll (Zielwissen) und wie dies erreicht werden kann (Transformationswissen) (vgl. dazu Schneidewind 2017 und den Ansatz des Wuppertal-Instituts www. http://wupperinst.org/forschung/transformative-forschung/). Eine solche Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxisakteur*innen anzuregen ist das Ziel des Forum1.5.

Quellenangabe:

Schneidewind, U. (2017): „Utopische Wissenschaft. Oder: Warum gerade Wirtschaftswissenschaft als Möglichkeitswissenschaft konzipiert sein sollten“, Ursprünglich veröffentlicht in: Unternehmen der Gesellschaft – interdisziplinäre Beiträge zu einer kritischen Theorie des Unternehmens. Hrsg. von Forschungsgruppe Unternehmen und Gesellschaftliche Organisation (FUGO). Marburg : Metropolis-Verl., 2017. S. 147- 159; online unter: https://epub.wupperinst.org/files/6590/6590_Schneidewind.pdf

 

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